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Marktgemeinde Perchtoldsdorf
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platz vor der burg trägt namen des politikers, architekten und
kunsthistorikers Paul Katzberger

30.06.2015 ǀ Seit dem Peter- und Paulstag hat das Areal des Burgvorplatzes und die Hyrtlgasse einen neuen Namen: „Paul-Katzberger-Platz“. An dem kleinen Festakt, der der Umbenennung durch den Gemeinderat folgte, nahmen am 29. Juni Witwe Elisabeth Katzberger und weitere Familienmitglieder des bedeutenden Ortspolitikers, Architekten und Kunsthistorikers teil. Der am 1. November des Vorjahres wenige Wochen nach Vollendung seines 93. Lebensjahres Verstorbene war von 1981 bis 1992 Bürgermeister der Marktgemeinde Perchtoldsdorf. „Seinem Heimatort hat er sein umfassendes Wissen, seine ganze Kraft und politische Leidenschaft gewidmet“, würdigte Bürgermeister LAbg. Martin Schuster seinen Amtsvorgänger.

Katzberger von 1959 bis 1992 kommunalpolitisch tätig
Paul Katzbergers politische Prägung erfolgte bereits im Elternhaus, im Berufsleben blieb er dem väterlichen Baugeschäft treu. Nach Matura an der Staatsgewerbeschule Mödling (heute HTL), Kriegsteilnahme und US-Gefangenschaft studierte Katzberger Architektur und war bis 1990 als Ziviltechniker mit der Befugnis eines Architekten tätig.
Daneben lehrte Paul Katzberger 1971 bis 1984 als Professor für hochbautechnische Fächer an seiner ehemaligen Schule, der HTL Mödling. Ab 1959 engagierte er sich in der Perchtoldsdorfer Kommunalpolitik, 1960 bis 1970 als geschäftsführender Gemeinderat für Bauwesen und von 1970 bis 1981 als Kulturreferent. In den Jahren 1965 bis 1981 bekleidete er außerdem das Amt eines Vizebürgermeisters. Von 19. Februar 1981 bis 29. Februar 1992 stand er als Bürgermeister an der Spitze der Marktgemeinde Perchtoldsdorf.

Bauherr der Burg
Mit Paul Katzberger werden bedeutende Errungenschaften auf den Gebieten der Kultur, des Bauwesens, der Ortsentwicklung und Stadtplanung für immer verbunden bleiben.
Sein Wirken war sehr wesentlich bestimmt von der Freude am Gestalten. Er hatte nicht nur die zündenden Ideen, er war auch der Motor ihrer Umsetzung.
Bei der Schaffung von Neuem ebenso wie bei der von ihm mit Nachdruck betriebenen Erhaltung der historischen Bausubstanz konnte er seine beruflichen Fähigkeiten als Architekt und Kunsthistoriker zum Einsatz bringen.
„Federführend war Katzberger bei der Adaptierung der Herzogsburg in den Jahren 1964 bis 1967. Auch der jüngste Burgumbau war ihm ein besonderes Herzensanliegen. Diese starke Verbindung wollen wir durch die Platzbenennung im Herzen ‚seines‘ Perchtoldsdorfs nun zum Ausdruck bringen“, hielt Schuster während der Feierstunde fest.

Ehrenbürger und wegweisender Kommunalpolitiker
Auch die Schaffung eines eigenen Kultur- und Bildungszentrums im Zellpark, die Gründung der Franz Schmidt-Musikschule sowie die Etablierung der Perchtoldsdorfer Sommerspiele gehen auf Katzberger zurück. In vielen anderen Bereichen hat er ebenfalls wichtige Akzente gesetzt:
Mit dem Sportzentrum auf der Kleinen Heide und der Sporthalle Roseggergasse errichtete er die ersten modernen Freizeiteinrichtungen Perchtoldsdorfs. Seine Leitidee „Perchtoldsdorf, die Stätte der Erholung“ prägte nachhaltig die Ortsentwicklung und der Flächenwidmungsplan 1961 legte die Grundlage für einen nachhaltigen Grünraumschutz.

Grenzüberschreitend wirkte er als nimmermüder Motor der Festigung und Vertiefung der Städtepartnerschaft mit Donauwörth. Die von Bürgermeister Schuster während der Feier verlesenen Grußworte von Oberbürgermeister Armin Neudert und Alt-Oberbürgermeister Alfred Böswald würdigten Katzberger als europäischen Brückenbauer und Vater der Partnerschaft zwischen den beiden Kommunen.

Als wissenschaftlicher Autor hat Paul Katzberger mit seiner zehnbändigen „Perchtoldsdorfer Kunsttopographie“, erschienen in den Jahren 1986–2003, alle Werke der bildenden Kunst, also Sakral- und Profanarchitektur, Plastik und Skulptur sowie Malerei und Graphik in Perchtoldsdorf, erfasst und auf insgesamt 5.100 Seiten kunsthistorisch beschrieben.

Katzbergers politisches wie wissenschaftliches Werk erfuhr umfangreiche Würdigung: Silbernes und Goldenes Ehrenzeichen des Landes Niederösterreich, Berufstitel „Baurat h.c.“, Medaille für Verdienste um den Denkmalschutz, Ehrenring, goldenes Ehrenkreuz und Ehrenbürgerschaft der Marktgemeinde Perchtoldsdorf (1986), Ehrenring der Stadt Donauwörth, Verdienstkreuz am Bande des Deutschen Bundesverdienstkreuzes sowie Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst.

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Pressefoto Ing. Walter Paminger

Vizebürgermeisterin Brigitte Sommerbauer (2.v.l.) und Bürgermeister Martin Schuster (2.v r.) mit Witwe Elisabeth Katzberger (3.v.l.), Tochter Sissy Mayerhoffer (l.), Sohn Paul (r.), Schwiegertochter Karin (3.v.r.) und Enkel Paul Katzberger (4.v.l.) bei der Benennung des „Paul-Katzberger-Platzes“ am 29. Juni 2015.

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