umsetzungsreife planung für lärmschutz bei A21
verkehrsministerium und asfinag nun am zug
| 90.000 Fahrzeuge passieren täglich die A21 im Abschnitt zwischen Brunn am Gebirge und Gießhübl. Die in den 1930er Jahren als „Reichsautobahn“ geplante und in den 1970er Jahren fertig gestellte Trasse ist heillos veraltet. Die Strecke führt mitten durch dicht bewohntes Gebiet und zählt zu den steilsten österreichischen Autobahnabschnitten, womit entsprechende Lärm- und Abgasemissionen verbunden sind. Die zulässigen gesetzlichen Höchstwerte sind bereits jetzt weit überschritten – Tendenz beim Verkehrsaufkommen stark steigend. Zulässige Lärm- und Abgasgrenzwerte weit überschritten Wie sich herausgestellt hat, ist das Abgas- und Lärmproblem der Anrainer/innen entlang der A21 mit den bisher getroffenen Maßnahmen nicht in den Griff zu bekommen. Da der Ruf nach einer wirkungsvollen Lösung bei ASFINAG und Verkehrsministerium bisher auf taube Ohren stieß, wandte sich Bürgermeister LAbg. Martin Schuster gemeinsam mit den Bürgermeistern von Brunn und Gießhübl an Landeshauptmann Erwin Pröll um Hilfe. Auf dessen Veranlassung wurde nun vom Land NÖ ein Projekt erstellt, das die abschnittsweise Realisierung von nachhaltigen Lärmschutzmaßnahmen vorsieht. Am 13. Februar präsentierte Schuster diese Studie gemeinsam mit Vertretern der Bürgerinitiativen sowie Bürgermeisterin Michaela Vogl (Gießhübl) und Dr. Andreas Linhart (Brunn). Aufteilung des Projekts in neun finanzierbare Baulose Die Strecke wurde von den Experten des Landes NÖ genau vermessen und analysiert. Dabei wurde die Notwendigkeit von Voll- und Teileinhausungsabschnitten festgestellt. „Die bisherigen Lärmschutzwände sind bei diesem Verkehrsaufkommen wirkungslos“, zitiert Schuster die Verkehrsexperten des Landes NÖ, „auch eine Erhöhung ist nicht zielführend und technisch unmöglich“. Verantwortung nun bei ASFINAG und Verkehrsministerium Der präsentierte Plan sieht die Aufteilung der knapp 5 Autobahnkilometer in neun unterschiedliche Lose vor. „Diese Variante hat den Vorteil, dass einzelne Elemente nach Dringlichkeit umgesetzt werden können“, so Schuster, der den Ball damit dem Ministerium und der ASFINAG zuspielt. „Mit einem veranschlagten Gesamtvolumen von 210 Millionen Euro ist dieses Projekt auf die einzelnen Abschnitte aufzuteilen, die zwischen 6 und 25 Millionen Euro kosten. Bei diesen Summen darf es keine Budgetausreden geben“, stellt Schuster in Richtung des zuständigen Verkehrsministeriums klar. (13.02.2013) |
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