cc jahresbericht 2011 der marktgemeinde perchtoldsdorf
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Mit der Neuen Burg und neuen Freizeit- und Sporteinrichtungen beim Erholungszentrum wurden 2010 wichtige Schritte für Perchtoldsdorf gesetzt und in den Bereichen Kultur und Sport hohe Standards geschaffen. Die Burg wird zunehmend als Symbol und Katalysator eines Aufbruchs wahrgenommen und ist die größte Investition in Perchtoldsdorfs kulturelle Zukunft. Das Jahr 2011 hat gezeigt, wie stark die Impulse sind, die von dieser „erlebbaren“ und lebendigen Kultureinrichtung ausgehen. Europaweite Vorbildwirkung hat auch der bereits mehrfach ausgezeichnete „Perchtoldsdorfer Solarbus“ als innovatives elektrisches Fahrzeugkonzept zur CO2-Reduktion im öffentlichen Nahverkehr. Eine logische Konsequenz daraus ist die Etablierung der Modellregion „e-pendler NÖ“ für elektrische Mobilität im Berufspendleralltag gemeinsam mit den Städten in der Thermenregion, wofür 2,5 Mio. Euro an Fördergeldern aus Mitteln des Klima- und Energiefonds bereitstehen. Der alte Bahnhof in der Feldgasse/Ecke Bahnzeile, das letzte erhaltene Stationsgebäude der Kaltenleutgebner Bahn aus 1883, steht seit Herbst 2011 unter Denkmalschutz. Der Eigentümer ÖBB Immobilien AG plant auf dem Bahnhofsareal die Errichtung eines Verbrauchermarktes und wird dabei die historische Bausubstanz in das Gesamtprojekt einbeziehen. Damit werden zwei wesentliche Wünsche der Bewohner/innen dieses Ortsteils erfüllt: der Erhalt der einmaligen Bausubstanz und die Verbesserung der Nahversorgung. Mit der neuen, ökologisch vorbildlich errichteten und im Niedrigenergiebereich ausgestatteten Öko-BILLA-Filiale auf der ehemaligen „Zirkuswiese“ beim Kreisverkehr Donauwörther Straße hat der REWE-Konzern nicht nur das Perchtoldsdorfer Energiepostulat umgesetzt, sondern auch bei der Lösung eines dringenden Verkehrsanliegens der Marktgemeinde mitgewirkt: 120 komfortable öffentliche Gratis-Parkplätze im Unterdeck werten das Angebot im Perchtoldsdorfer Ortszentrum und im Nahfeld des Freizeitzentrums deutlich auf. Im Familienbereich stand das Audit „familienfreundliche Gemeinde“ im Mittelpunkt. Dieser bürgerbeteiligte Prozess durchleuchtete kritisch die bestehenden familienfreundlichen Maßnahmen und konnte einiges an Verbesserungs- und Innovationspotenzial feststellen, dessen Umsetzung nun vorbereitet wird. Fünf topmodern ausgestattete Kindergärten mit insgesamt 20 Gruppen für 428 Kinder haben bis Mitte des Jahres 2011 die Nachfrage nach Kindergartenplätzen in Perchtoldsdorf zur Gänze abgedeckt. Da sich ab Herbst ein Mehrbedarf an Betreuungsplätzen abzeichnete, wurde im Erdgeschoß des Kulturzentrums eine weitere Kindergartengruppe „KIGA-KUZ“ eingerichtet und rechtzeitig zu Beginn des Kindergartenjahres 2011/12 eröffnet. Die extreme Platznot der Mittelschule (IBMS) auf dem Leonhardiberg konnte durch eine funktionale und optisch sehr gelungene bauliche Erweiterung beseitigt werden: Während die bisherige Schulbibliothek als geräumiges Lehrerzimmer adaptiert wurde, entstand in dem großzügig ausgebauten Tiefgeschoß eine modern ausgestattete neue Schulbibliothek. Trotz seines hohen Alters entspricht das Schulgebäude nun wieder den Anforderungen eines zeitgemäßen Unterrichts. Seit 2005 sind in Perchtoldsdorf Streetworker der Mobilen Jugendarbeit MOJA im Einsatz. Ihre 2008 eingerichtete Anlaufstelle für Rat und Hilfe suchende Jugendliche wurde Ende August vom Standort Marktplatz 11 (Posthof ) in das Hyrtl-Haus (Hyrtlgasse 1a) verlegt und hat dort Anfang September ihren Betrieb aufgenommen. Das Zusammenlegen verschiedenster Jugendangebote unter einem Dach ermöglicht deutlich verstärkte Synergien zwischen Veranstaltungs- und Beratungsangebot. Nach intensiven Bemühungen konnte die lange aussichtslos erscheinende „Herbergssuche“ für das NÖ Landeskinderheim Schwedenstift zu einem positiven Ende geführt werden: Durch einen Grundstückstausch ist es gelungen, dem Land Niederösterreich für den notwendigen Neubau ein 6.500 m² großes Areal im Ortsteil Theresienau („Judenwiese“) zur Verfügung zu stellen, das allen Anforderungen entspricht. Das Schwedenstift wird durch den Verbleib im Ort das engmaschige Netz aus ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die sich der schwerstbehinderten Menschen annehmen, weiterhin bestens nützen können. Die Burg wurde für 148 Kultur-, Firmen- und Privatveranstaltungen genutzt (inklusive 23 Eigenveranstaltungen und Sommerspiele), darunter 12 mehrtägige (Ausstellungen, Messen, Tagungen). Mit rund 1.900 Besucher/innen erreichten die fünf Konzerte der Franz Schmidt-Musiktage einen neuen Rekord, die Auslastung von „Lysistrate“ bei den Perchtoldsdorfer Sommerspielen lag mit rund 7.700 Besucher/innen zwar hinter dem „Hamlet“ des Jahres 2010 zurück, bilanzierte aber positiv. Der Neue Burgsaal hat sich bewährt, denn wetterbedingt musste die Hälfte der Vorstellungen in die Burg verlegt werden. Perchtoldsdorf definiert sich als Wohn- und Lebensqualitätsgemeinde. Zu einem harmonischen Ganzen gehören Firmen und Betriebe. Dass Perchtoldsdorf auch ein guter Standort für Unternehmen sein kann, hat 2011 das erste Fest der Wirtschaft, in dessen Rahmen sich fast 70 Unternehmen attraktiv und sympathisch in der Burg präsentiert haben, eindrucksvoll bewiesen. 2011 bereitete die Gemeinde die teilweise Auslagerung der Abgabeneinhebung an den Ge-meindeverband für Abgabeneinhebung und Umweltschutz im Bezirk Mödling (ab Jahresbeginn 2012) vor. Ein Vorteil für die Bürger/innen besteht in der Einsparung von Verwaltungskosten infolge höherer Effizienz und Nutzung von Synergien. |
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